• 26
  • Okt

“Open Yourself” - CD Präsentation

2011 | 20:41

Noch ganz schnell - für alle jene, die morgen Abend noch Zeit haben:

“The Window” präsentieren ihre neue CD “Open Yourself” im Rahmen eines Life-Konzerts im Reigen morgen um 20:30. Gerahmt wird der Auftritt von einer Performance und einer Präsentation jener künstlerischen Werke, die Cover und Booklet der CD beleben.

Uly Paya hatte damals ja zum ART COLLAB PROJEKT für dieses CD Cover eingeladen und neun Werke, die den Inhalt der Songs reflektieren, wurden schließlich ausgewählt.

Kurz zum Inhalt der CD:

Stets bleibt “The Window“ ihren originären, sphärisch-psychedelischen Sound mit virtuosen rockigen Passagen treu. Mit der neuen CD “open yourself” spannt die Band einen musikalischen Bogen über die Grundfragen des Seins. Texte wie “Nothing has changed yet? You’re still in your own trap…” beschreiben die Gratwanderung zwischen Schönheit und Dunkelheit.

Wer es übrigens noch nicht bemerkt hat oder weiss - das Modell, das da in antiker Nacktheit den Flyer ziert- das bin ich. Ich gebe zu, es ist schon eine Weile her…in etwa zwei Kinder, 35 cm Haarlänge und ein bis zwei Kleidergrößen!

Hier noch die Eckdaten:

CD-Release / Concert / Show 27.10.2011, 20:30h

Reigen Hadikgasse 62
114 Wien
Vorverkauf 6€, Abendkassa 10€
(Ticket ist zugleich 5€-Gutschein für die CD)

Alles Liebe,

eure Elisa

P.S.: Wer morgen nicht kann, fährt übermorgen am besten nach Villach in den Kulturhof in der Lederergasse 15!

  • 22
  • Okt

A Piano is a Piano is a …. Home

2011 | 21:50

Die letzten Strahlen der Herbstsonne fallen durch das Balkonfenster auf eine einst glatt polierte Oberfläche. Das alte braune Holz strahlt Wärme aus. Endlich hat es den Weg hinauf auf dem Erdgeschoss in die Wohnung nach oben geschafft - das Klavier! Nach dem es beim Umzug vor mehr als sechs Monaten fast die Treppe abgestürzt wäre, steht es nun seelenruhig und mit sich und seiner Umgebung im Einklang im großen Wohn-Ess-Küchen-Lebensraum gleich neben dem Balkon (nicht der vom “Erker”). So als wäre es nie anders gewesen.

Und auf einmal hat sich etwas geändert, seit dem dieses Piano bei uns oben steht, ist es, als wäre ich wirklich “nach Hause gekommen”. Auf einmal hat unser Heim eine Seele bekommen - zumindest für mich.

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  • 3
  • Sep

Der Erker als Sitz der Frau . Kulturgeschichtliche Überlegungen zu meinem Arbeitszimmer

2011 | 22:37

Ich liebe mein Arbeitszimmer! Seine Lage ist perfekt - ein Zimmerchen, das durch eine Schiebetür vom großen Wohn-Esszimmer getrennt ist und dessen große Glastüren sich auf eine herrliche Terrasse mit Ausblick auf den Wienerwald öffnen. Eine Reihe Regale mit Wälzern der Kustgeschichte, Märchenbüchern, Biographien sowie DIY-Büchern zieren die Wände. Eine weiße Kommode versucht der zahlreichen Stoffbahnen Herr zu werden, die ich in meinem Stoffwahn horte. Eine Nähmaschine steht auf meinem Arbeitstisch, daneben eine Overlockmaschine, die ich nach einem Jahr noch immer nicht in Gang gebracht habe und über allem thront in einem Regal meine Kamera. So versucht dieser Raum meinen doch mittlerweile zahlreichen Interessen eine trautes Heim zu bieten. Meistens herrscht hier doch das Chaos - zwei unausgepackte Kartons künden noch vom Umzug, der schon mehr als ein halbes Jahr her ist. Eine weitere Kiste füllt sich mit abgelegtem Babygewand, weil Finley so schnell wächst.

Jedes Mal, wenn ich mich in meinem Arbeitszimmer niederlasse, fällt mir der Titel einer kunstgeschichtlichen Arbeit ein, die ich zusammen mit meiner Kollegin Heike Eipeldauer ganz am Anfang unserer Studentenlaufbahn verfasst habe - eine Proseminar - Arbeit mit dem Titel “Der Erker als Sitz der Frau”.

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  • 20
  • Aug

Wer hätte das gedacht?

2011 | 11:26

Ja, nun ist es schon eine Weile her, dass ich mich zu Wort gemeldet habe - mehr als ein Jahr ist vergangen und man darf sich mit Recht fragen - was hat sie gemacht?

An erster Stelle wäre zu erwähnen - wir sind umgezogen und haben noch ein Kind bekommen - Finley. Mit einem Kind in der Trotzphase und dem anderen frisch geschlüpft, hat man da noch Zeit, um sich kreativ zu entfalten?

Ja, die hat man - Kinder sind eine kreative Herausforderung und wecken in einem neue Sehnsüchte. So etwa selbst Brot zu backen, eigenes Joghurt herzustellen, aber vor allem die kleinen Schätze/ Monster in selbst Gemachtes zu stecken. Dabei habe ich meine große Leidenschaft für Stoffe und Garne wieder entdeckt. Und mir fiel ein, dass ich schon als kleines Kind Körbe und Schürzen für meine Kuscheltiere gehäkelt und Hüte aus Papier, Metallfolie und Federn für mich und meine Puppen genäht und geklebt habe. Diesen Beitrag weiterlesen »

  • 2
  • Mär

Bilder und Alltagskultur und mein Leben als Kunstvermittlerin

2010 | 16:50

Heut fand sie dann endlich statt - meine derzeit monatliche Führung im KHM (ja ja, manchmal sind’s auch mehr). Es war auch ein ganz besonderer Tag, der österreichweite Aktionstag Schule schaut Kunst”. Idee ist, dass Museen und Schulen, aber auch die Museen untereinander enger zusammen arbeiten, also was durchaus Sinnvolles. Wir waren diesmal vom Haus gefragt, welche Führungen wir anbieten wollen (wir = Kunstvermittler). Ich schlug eine Führung zu alten Berufsbildern vor (Titel “Kaiser, Hofnarr, Sesselträger). War ja klar, dass ich mir ein Thema aussuchen würde, dass ich noch nie geführt habe - also hab ich die letzten Tage recherchiert, in Wikipedia reingeschaut, in alten Ausstellungskatalogen und neuen Geschichtsbüchern geschmökert und wurde durchaus fündig. Zum Thema Löhne und Kaufkraft habe ich auf der Seite der Münze Österreich einen interessanten Artikel gefunden - so verdiente eine Köchin im 16. Jahrhundert ca. 6 Gulden im Jahr (1554), wobei man damals (1562) etwa 13,7 kg Fleisch (welches war nicht angegeben) für 1 Gulden bekam. Es waren noch mehr Beispiele dieser Art angeführt. Zum Liebesleben der Hofnarren habe ich dann nichts gefunden, aber was soll’s, die meisten Fragen, die ich auf meiner Liste hatte, konnte ich als beantwortet ab haken. Ich finde kulturgeschichtliche Führungen immer spannend. Wie war die Zeit, in der diese Bilder entstanden, ist eine Frage, die mich besonders beschäftigt.

Die Führung heute hat mir als Kunstvermittlerin ziemlich Spass gemacht - vor allem konnte ich Gemälde zeigen, die man auf einer Highlights-Tour sonst nicht so bringen kann - das Porträt des Hofnarren Gonella oder Joachim Bueckelaers “Die Köchin”. Ein paar Klassiker waren natürlich auch auf dem Programm “Die Bauernhochzeit” von Pieter Breughel und Albrecht Dürers “Allerheiligen- Altar.”

Bei meinen Recherchen bin ich dann auf ein weiteres Thema gestoßen, das ich gerne mal führen würde - die Esskultur im Wandel der Zeit (da kann man wieder den Bohnenkönig zeigen und Frühstücksstillleben und den Fischmarkt von Snyders und und und) Vielleicht wäre sogar ein Salon zu dem Thema drin? Oder beides…?  Da fällt mir ein, ich könnte mal wieder ein paar Rezepte online stellen - vielleicht nicht unbedingt das Rezept für lila Hühnergeschnetzeltes, obwohl ich davon nun auch eine vegetarische Variante habe, aber vielleicht mein Kardamom-Gulasch? Und ist da nicht gerade eine interessante Ausstellung im Kunstforum mit dem Titel “Augenschmaus - vom Essen im Stillleben”, die muss ich mir anschauen. Nur findet Noah Ausstellung noch ziemlich fad, also heißt es Zeit frei schaufeln.

Bis bald mal wieder,

eure Elisa