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  • 27
  • Feb

Das Fuchsgedicht

2017 | 21:10

Dieses Gedicht ist schon etwas älter. In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu schönen und spannenden Begegnungen mit Füchsen bei uns im Garten – eine hat besonders starken Eindruck auf mich hinterlassen – da entstand diese Ballade. Und was soll ich sagen, seitdem hat sich kein Fuchs mehr bei mir blicken lassen… selber schuld nehme ich an XD

 

Fuchsbesuch –  eine Ballade

Du sitzt vor mir im Schnee und starrst mich an- Rot auf Weiß,
Und voller Angst wird mir kalt, wird mir heiß.
Du weißt etwas, das ich nicht weiß.
Und Deine Augen beobachten mich.
Und Deine Augen schauen mich an,
Wie’s nur jemand mit goldgelben Augen kann
Ich versuch Dich zu verscheuchen,
Doch Du bleibst nur stehen
und Deine Blick fällt tief in meine Seele hinein.
Meine Nackenhaare stellen sich auf.
Die Welt wird groß und ich werde klein.
Ich sehe mich selber vor mir stehen,
ich stehe vor mir in meinem Haus
und schicke mich selbst in die Welt hinaus.
Auf vier weißen Pfoten lauf ich vor mir davon.
Das Leben als Fuchs ist kalt und ist heiß
Und voller Schmerzen ohne Schweiß.
Wohin soll ich gehen, was soll ich tun.
Mein Magen ist leer und wund ist mein Mund.

Der Winter für Füchse ist kalt und ist rau,
Doch im Dachsbau ist’s stickig und warm.
Der Himmel ist weiß und ist grau
Ich seh’ dich mit meinen Kindern im Arm,
Meine Blicke verfolgen dich, doch  meine Nase sieht mehr,
Meine Brut aber sie erkennt mich nicht,
Mein Winter ist einsam, mein Winter ist leer.
Meine Lust ist Rot auf Weiß,
Wenn ich meine Beute reiß’
Der Himmel wechselt die Farbe,
Die Liebe als Fuchs ist zart und ist heiß,
In Deinem Körper wächst neues Leben heran
Und ob auch mein Blick wütend zu Dir reist
schütze ich die Kinder, die ich nun lieben kann.
Und Frühling und Sommer, sie tanzen den Reigen.
Die Kindern ziehen in die Welt hinaus
Und leb’ ich Dein Leben,
Ich lass es nicht bleiben,
Mein Blick wandert stets zu Dir ins Haus.
Der Herbst rundet Deinen Bauch,
Dein Gang wird schwer,
Vom Fenster schaust Du zu mir herab,
Dein Mund formt die Worte: Noch etwas mehr!

Und schließlich fällt Schnee, nun ist es soweit
ein Jahr ist vorbei- Winterszeit.
Ich laufe zum Haus und seh’ Dich schon stehen,
Fletscht Du Deine Zähne oder lächelst Du nur?
Ich bin nur ein Tier, ich kann’s nicht verstehen.
Dein Blick fällt auf mich, wir schauen uns an.
Und schon fängt die Welt sich zu drehen an.
Nur einen Moment – ich bin groß, Du bist klein,
Ich seh’ einen Fuchs vor mir stehen.
Du drehst Dich um, und läufst durch den Schnee.
Ich rufe Dir nach: Lauf weg und finde Dein Glück,
Lauf weg und kehr nie mehr zurück!
Ich betrete mein Haus, betrete mein Leben -ich denk mir :
war’s ein Fluch, war’s ein Glück?
Die Zeit blieb stehen in unserem Blick
und keine Sekunde ward jemals verloren.
Ich schau aus dem Fenster und erblicke Dich nicht, ich denke mir:
Lauf davon, find Dein Glück!
Lauf davon und komm nie wieder heim!
In mich lasse ich Dich nicht mehr hinein.

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  • 7
  • Feb

Comrades in Anxiety

2017 | 08:34

I can hardly catch my breath,
my fears keep hugging me so tight.
They caress me less than tenderly.
I wonder will I last another night?

 

And yes, I do count my blessings.
And I eat kale as if it is all I need.
You say there must be something wrong with me,
while all I do is bleed

 

I bleed my soul until I’m drenched in it
My soul keeps dripping down my heart
One day this all will be a memory
I guess that even this is just a part

Of what is beautiful and glorious

 

Yes, I do my daily yoga
And sometimes even kinesiology
But still some nights my fear will come for me
No matter how hard I have worked previously

 

Of course I took proper medicine,
until it made me feel the schizophreny
of feeling my demons haunting me
even though they remained unseen.

 

But guess what, I will never give up
my fight for freedom will go on
this time I shout out with all my might.

So that you’ll know
You are not alone!

by Elisa Maria Wagner, 6th of February 2017

  • 12
  • Aug

Meet Royal Winter and nox.fox

2015 | 21:26

Im Augenblick arbeite ich an einer längeren Geschichte mit dem Titel „Cornutopia“. Im Mittelpunkt der Erzählung stehen Royal Winter und die Gesellschaft von Cornucopia – das Ganze ist eine Mischung aus Fantasy und Sci-Fi.

 

 

RoyalWinter

Da nox.fox vergangenen Monat eine Illustration von Royal Winter angefertigt hat, möchte ich euch heute den Hauptprotagonisten vorstellen. Ihr seht Royal während seines Jobs als Botenjunge. Royal gehört der vierten und untersten Kaste seiner Gesellschaft an: den Wintern. Alle Kasten sind nach Jahreszeiten benannt und erfüllen bestimmte gesellschaftliche Funktionen. So etwa gelten Sommer im generellen als Führernaturen, weshalb Royals bester Freund Rhode Summer für die Regierung arbeitet. Royal stammt aus dem „Haus der Fontänen“, wo er zusammen mit seinen Freunden Lethe Spring und Midnight von seiner Pflegemutter Irena großgezogen wurde. Die Kinder der Stadt Cornucopia werden nämlich nicht von ihren leiblichen Eltern erzogen, sondern wachsen in verschiedenen Kinderhäusern mit Ziehmüttern auf. Rhode etwa lebte bis zu seiner Erwachsenenzeremonie zusammen mit seinen Ziehbrüdern Juniper Fall und Joaquin im „Stahlturm“.
Cornucopia gilt als Inbegriff der perfekten Gesellschaft, in der das Individuum kein Recht auf Freiheit besitzt. Aber all das ändert sich, als Royal lernt, dass er mehr als nur ein Winter ist und Rhode entdeckt, was mit den Kindern passiert, die man nicht einer Jahreszeit zuordnen kann…

Nox.Fox hat ziemlich genau den Look getroffen, den ich wollte – fast schon cooler als in meiner Vorstellung.
Nox.fox hat übrigens auf tapastic zwei Comics, die ich euch ans Herz legen möchte:
Singmire Haze   – ein Fantasy-SciFi-Comic, in dem wir Elfen und Formenwandler begegnen, die für Gerechtigkeit und die Umwelt kämpfen, allen voran Finch (zerstreutes Genie) und Soot (ein Formwandler, der seine Gestalt nicht mehr ändern kann)
3pm in the Morning – ein tiefgründiger aber auch humorvoller Slice-of-Life Comic über das nicht so ganz gewöhnliche Leben eines Transgender, in dem Themen wie Sexualität, Menschlichkeit und Sterblichkeit beleuchtet werden, und der zum Nachdenken anregt

Auf seiner Seite bei deviantart könnt ihr noch mehr seiner Arbeiten sehen und vielleicht auch selbst etwas in Auftrag geben.

Schaut bei ihm vorbei, es lohnt sich!
Mehr von Cornucopia gibt es nächsten Monat, wenn ich das erste Kapitel online stellen werde.

Bis bald,

eure Elisa

  • 3
  • Aug

Pans Geheimnis

2015 | 09:32

9d43219dc282499cb652486690ad04f0Liebe Freunde,

vor kurzem feierte ich meinen Geburtstag und um dies angemessen zu zelebrieren, lud ich auf facebook dazu ein, drei Begriffe zu posten, aus denen ich dann eine Kurzgeschichte machen würde.
Die Gewinnerworte kamen von Bettina und lauteten: Sonne-Lieblingslied-geheim.
Unten folgt nun die Geschichte, die sie inspirierten. Und wie es mit Geschichten immer so ist, wenn man sie schreibt, wandeln sie sich. Das Ergebnis war dann etwas anders als erwartet.
Ich hatte eine besondere Freude an den beiden Charakteren und werde vermutlich weiter über sie schreiben. Rabe ist übrigens der Sohn der Rabenprinzessin aus Weiß wie Schnee – ein Wintermärchen.
Die Illustration stammt von nox.fox.

Ich wünsche euch viel Spass beim Lesen und würde mich über Feedback freuen!

Pans Geheimnis

Pan saß auf einem Stuhl im Schatten eines Olivenbaumes und trank aus einem Glas Uso. Er trug helle Leinenhosen. Schwarze Haare schauten aus dem Ausschnitt seines weißen Hemdes. Unter seinem Strohhut kringelten sich dunkle Locken hervor, die im Ansatz bereits ergrauten. Sein Bart war ebenso voll und lockig. Man konnte ihn weiß Gott nicht schön nennen, aber er strahlte eine Vitalität aus, der man sich nicht entziehen konnte. Seine dunklen Augen beobachteten eine Gruppe junger Touristinnen, die in der kleinen Taverne gegenüber saßen. Seine Lippen verzogen sich zu einem schiefen Lächeln, als er bemerkte, dass eines der Mädchen verlegen zu ihm rüber schaute. Er wollte gerade aufstehen, als er einen Raben auf einem Ast knapp über sich bemerkte. Pan hob seinen linken Arm, um ihn zu verscheuchen.
„Hau ab, du lästiges Vieh!“
Dann hielt er überrascht inne: „Rabe?!“
Der Rabe legte seinen Kopf schief und blickte ihn fragend an.
„Rabe, tu nicht so unschuldig, ich weiss genau, dass du das bist!“
Er senkte seinen Arm und setzte sich wieder auf seinen Sessel, seine gute Laune war verflogen. Raben bedeuten nie was Gutes und dieser hier ganz besonders nicht, dachte Pan.
„Krah?!“
„Von wegen Krah! Wenn Du mit mir reden willst, dann ordentlich! Was sollen denn die Mädels glauben, wenn ich mit einem Raben rede?“
Tatsächlich begannen die Mädchen am Tisch gegenüber zu tuscheln und kichern, während sie mehr oder weniger verstohlen zu Pan und seinem seltsamen Gesprächspartner hinüber blickten.
„Krah!“
Der Rabe flog kurz auf und verschwand hinter dem Baum. Im gleichen Moment kam von der anderen Seite ein junger Mann mit langen, schwarzen Haaren hinter dem Ölbaum hervor. Er trug schwarze Lederhosen und ein zerrissenes schwarzes T-Shirt.
Mist, der stiehlt mir die ganze Show… na ja, sein saurer Gesichtsausdruck macht das wieder wett… ging es Pan kurz durch den Kopf.
„Schon besser.“
Der junge Mann blickte ihn wortlos an.
„Bist ja wieder nicht gerade der gesprächigste“, meinte Pan und nahm einen Schluck aus seinem Glas.
Sein Gegenüber schwieg noch immer. Pan zuckte mit den Schultern und zeigte auf einen freien Tisch vor der Taverne.
„Scheint ernst zu sein. Lass uns was trinken!“
Sie setzten sich und Pan bestellte zwei Gläser Retsina: „Also, was gibt’s, Rabe?“
„Ich habe deine Tochter gesehen.“
Pan blickte erstaunt auf.
„Meine Tochter? Welche meinst du, hm?“
„So viele Kinder hast du nicht, Pan,“ erwiderte Rabe.
„Woher willst du wissen, dass sie meine Tochter ist?“
„Ihr habt beide das gleiche Lieblingslied. Sie sagt, ihr Vater habe es ihr beigebracht… auf einer Panflöte.“
„Pah, das heißt gar nichts, das ist ein ziemlich beliebtes Lied. Außerdem woher willst du mein Lieblingslied kennen, hm?“
Rabe ging nicht weiter darauf ein.
„Sie hat deine Beine.“
„Unsinn, ich habe dafür gesorgt, dass sie die nicht hat!“
„Also, weisst du, von wem ich spreche? Viel Mühe, sie geheim zu halten, gibst du dir ja nicht.“
„Na wenn schon. Du schuldest mir noch einen Gefallen, den fordere ich nun ein. Du schwörst, dass du niemanden von ihr erzählst, verstanden?“
Pan beruhigte sich und nahm einen Schluck.
Rabe nickte nur und sagte: „Ich hatte nichts anderes vor.“
„Gut, nachdem das geklärt ist, kannst du mir ja nun sagen, was du willst.“
Rabe blickte Pan nachdenklich an und dachte sich: Irgendwie bist du anders als sonst…interessant.
Dann sagte er laut: „Deine Tochter.“
„Was ist mit meiner Tochter?“
„Du hast mich gefragt, was ich will – deine Tochter!“
Pan blickte ihn verblüfft an, dann brach er in schallendes Lachen aus. Seine Stimme dröhnte durch die Abendluft. Die Gäste an den Nachbartischen blickten erstaunt auf.
„So, so. Meine Tochter willst du? Warum denn das? Hä?“
Pan gab dem Kellner ein Zeichen, noch mehr Wein zu bringen. Rabe schwieg.
Pan grinste breit: „Ober besser, glaubst du, sie will Dich? So einen faden, schweigsamen Raben. Weiss sie überhaupt, dass du ein Rabe bist, hm?“
Rabe antwortete kurz: „Das ist das Einzige, was sie von mir weiss.“
Pan zog die Braue hoch: „So? Dann hat sie dein hübsches, falsches Menschengesicht noch nicht gesehen? Gib dir keine Mühe, damit kommst du bei ihr sowieso nicht weit! Die hat ihre ganz eigenen Vorstellungen.“
Rabe nickte nur langsam.
„Sag, was willst du eigentlich von mir? Um meine Erlaubnis fragen, ob du sie dir nehmen kannst? Die bekommst du nicht und die brauchst du auch nicht, wie ich dich kenne. Ahh, die braucht auch sie nicht, wenn ich es mir so überlege!“
„Nein, ich komme, weil ich möchte, dass du den Bann von ihren Beinen nimmst.“
„Das mach ich nicht, sie hat jetzt sehr hübsche Beine!“ entgegnete Pan gereizt.
„Mit denen sie aber nicht gehen kann!“ entfuhr es Rabe wütend.
Pan riss die Augen auf: „Das ist das erste Mal, dass ich dich wütend sehe! Ist dir das so wichtig?“
Rabe nickte stumm.
„Hör mal, ich nehme an, dass du glaubst, in sie verliebt zu sein. Das ist schön, aber nur eine Illusion. Ich weiss, wovon ich rede, ich bin Pan. Das ist alles nur deine Geilheit. Also, lass sie in Ruhe!“
„Das kann ich nicht.“
„Dann wirst du Ärger bekommen.“
Rabe schüttelte den Kopf.
„So, so, du meinst, du liebst sie wirklich… ok.“
Pan schwieg eine Weile und nahm einen Schluck aus seinem Glas. Er blickte Rabe tief in die Augen, dann fing er an:
„Schau, Rabe, ich kenne dich lange und ich mag dich gern. Darum hör mir nun gut zu: Vor langer Zeit lebte in diesem Dorf ein besonders herzliches, gutes Mädchen. Sie kümmerte sich um die Alten im Dorf und spielte mit den Kindern. Sie liebte Tiere, aber am liebsten hatte sie die Sonnenblumen in ihrem Garten…“
Rabe blickte ihn verwirrt an.
„Hör einfach zu, gut? Also dieses Mädchen verbrachte jeden Abend bis zum Sonnenuntergang in ihrem Garten und hegte und pflegte ihre Blumen. Eines Abends, als die letzten Sonnenstrahlen hinter den Bäumen hervor strahlten, erblickte sie in der untergehenden Sonne das Gesicht eines wunderschönen jungen Mannes. Sie war wie von einem Liebespfeil getroffen. Die ganze Nacht dachte sie an ihn. Sie hoffte, ihn bald wiederzusehen, und tatsächlich erschien ihr am nächsten Tag wieder das Gesicht des Mannes in der untergehenden Sonne. Den Tag darauf ebenso und so ging es weiter, eine ganze Woche lang. Sie hatte sich in ihn verliebt – keine einzige Sekunde verging, in der sie nicht an ihn dachte. Das änderte aber nichts daran, wie sie mit anderen umging. Sie war noch genauso liebevoll und sorgsam, nur verträumter.
Aber schließlich erschien ihr der junge Mann nicht mehr. Sie war unglücklich und hörte auf zu essen. Da sagt ihr eine Alte aus dem Dorf, es müsse Helios gewesen sein, der ihr erschienen ist. Das Mädchen war verzweifelt, wie sollte sie ihn je erreichen? Den Sonnengott? Hoch am Himmel? Und so saß sie in ihrem Garten und weinte.
Aber die Sonnenblumen, die sie ebenso liebten, wie das Mädchen sie, erhörten sie, wuchsen hoch zum Himmel hinauf und trugen das Mädchen bis zu den Wolken. Weiter schafften sie es nicht. Da saß nun das Mädchen auf den Wolken und dachte sich, ich muss noch höher hinauf, wusste aber nicht wie. Da sang sie ein Lied über die Liebe, so schön, dass sich die Wolken ihrer erbarmten und das Mädchen hinauf bis zum äußersten Rand des Himmels trugen. Weiter kamen sie nicht.
Da saß nun das Mädchen auf einem treibenden Gesteinsbrocken und sang weinend ihr Lied über die Liebe. Das hörte Luna und nahm sie weiter mit, bis zum Hof der Sonne. Luna umarmte das Mädchen und weinte, weil ihr das schöne Mädchen leid tat. Das Mädchen klopfte an die Tore des Sonnenhofes und als keine Antwort kam, sang sie zum letzten Mal ihr Lied. Die Türe ging auf und sie stand im Thronsaal des Sonnengottes. Ihr Herz erbebte, als sie den Gott sah. Sie nahm all ihren Mut zusammen und sagte: ‚Ich bin den weiten Weg gekommen, weil ich dich nicht vergessen konnte.‘ Helios lächelte, aber schwieg. Und weil er nichts sagte, sprach sie weiter: ‚Ich konnte nicht mehr essen und nicht mehr schlafen, ich konnte nur noch an Dich denken. Ich liebe Dich!‘ Da strahlte Helios freudig auf. Sein Strahlen überflutete sie mit Liebe und Wärme. Er antwortete: ‚Ich liebe Dich auch!‘ Dann schritt er auf das Mädchen zu und umarmte und küsste sie…“
Pan schwieg.
Der Rabe wartete auf das unvermeidliche Ende. Aber Pan erzählte nicht weiter. Also sagte Rabe: „Und sie lebten glücklich bis an das Ende ihrer Tage…?“
Pan blickte auf: „Hah, Unsinn! Verbrannt ist sie in seinen Armen zu einem Haufen Asche! Von wegen glücklich! Welcher Mensch, der einen Gott liebte, ist je glücklich geworden? Welcher?“
Rabe schwieg.
„Und deshalb, lass mein Kind in Ruhe, verstehst Du? Lass ihr ihre nutzlosen menschlichen Beine. Lass ihr ihr nutzloses menschliches Leben. Es wird sie glücklicher machen, als alles, was ihr ein Gott bieten kann. Wir Götter haben kein Herz, nur unsere Lust und Geilheit!“
Rabe riss seine Augen weit auf. Jetzt wusste er, was anders war. Ein Herz, ein Herz – wer hatte Pan je mitfühlend oder liebend erlebt, wer?
„Pan, dass du so fühlst, hättest du das je gedacht?!
„Verschwinde! Ich will dich nicht sehen!“ Pans Gesicht verdunkelte sich.
„Aber…“ Rabe konnte seinen Satz nicht vollenden. „Verschwinde, sage ich!“, schrie Pan und ein großer Wind kam auf, der sein Gegenüber wieder in einen Vogel verwandelte und wegwehte. Stille war eingekehrt. Die Gäste an den Nebentischen plauderten weiter, wie zuvor. Niemandem fiel auf, dass Pan nun alleine am Tisch saß, nicht einmal dem Kellner, als er fragte, ob er noch etwas bringen dürfe. Pan schüttelte den Kopf. Dann murmelte er: „Ein Herz, was?“
An diesem Abend ging er nicht mehr auf seine lüsterne Jagd, sondern gesellte sich zu einer Gruppe alter Männer, die Karten spielten und von ihren Familien erzählten. Pan plauderte mit ihnen und erzählte stolz von seiner klugen Tochter mit ihren schönen dunklen Haaren und ihren großen Augen.
Nur heute Abend, nur heute Abend, dachte er.

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  • 1
  • Jun

10 Jahre!

2015 | 22:51

Ah, nein nicht mein Blog, sondern mein Schatz und ich. Heute vor zehn Jahren begann unsere gemeinsame Geschichte – und was für eine! Eine Geschichte voll Abenteuer, Reisen, gemeinsamer Herausforderungen. Da gab es Zeiten in Italien, Reisen nach Frankreich und sogar Indien – und vor allem reichlich Familie und Familienfeste – wer sagt, man bekomme im Leben nicht, was man sich wünscht, der irrt sich!

Danke Dir Sean für die wunderbare Zeit! Und lass uns sehen, was sonst noch auf uns zukommt.

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Da wir beide große Comicleser sind, dachte ich statt einem klassischen Familienfoto, würde es Spass machen, sich als Charaktere einer Comicreihe verewigen zu lassen. Unser Familienportät wurde von der talentierten und äußerst sympathischen „Iron“ gezeichnet. So würden wir in ihrer Comicwelt aussehen. Wer mehr von Iron sehen möchte, der schaue auf deviantart oder tapastic vorbei.

Eure Elisa