Mitternachtscollage

In meinen Händen ein silbernes Netz

In meinen Ohren der Klang eines Pianos – steigend, fallend, entschwindend, dann eine Geige wie ein Echo eines Traums oder eine Erinnerung an Staubpartikel, die in der Sonne wie Sterne funkeln, während sie zum Himmel aufsteigen.

In meinen Gedanken Worte aus dem Gedicht einer Freundin:

wo es wohl
hinführen würde
das leben

wenn man
es liesse

Noch ein Schluck kalten Wassers, die Nacht wartet mit ihren Träumen.


Elisa

Gedichtzitat: Andrea Maria Keller, Mäanderland. Gedichte 1999-1012, Edition Howeg, Zürich 2013
Musik: Sean Grünböck, P.S.: An Alba
Silbernetz: Elisalon nach Anleitung „Snow Queen Shawl“  von Wendy Harbaugh Sunshine’s Creations

DIY: Morgendlicher Joghurtluxus

Schön dick und stichfest muss es sein, damit mich mein morgendliches Joghurt auch glücklich macht. Gekauftes wird meist als cremig gepriesen, aber ehrlich gesagt, ist es mir zu flüssig. Als ich ein kleines Mädchen war, hat meine Mutter einige zeitlang einen Joghurtbereiter gehabt, der war recht umständlich, aber das Joghurt war lecker, daran konnte ich mich auch noch fast 3 Jahrezehnte später erinnern.

Bereits letztes Jahr haben wir uns auch so einen Joghurtbereiter zugelegt – einen simplen, bei dem man ohne große Temperaturmessung und auch ohne Kabel aus kommt. Und ich bin sehr zufrieden damit 🙂

Was braucht man fürs eigene Joghurt:

Joghurtkulturen oder Bio-Starterjoghurt (1 Becher ca. 200 ml)

Milch (H-Milch, Sojamilch oder abgekochte Schafs,-Kuh- oder Ziegenmilch (je nach gewünschter Konsistenz 800-1000ml)

einen Joghurtbereiter (gibt’s stromlos oder auch mit Kabel, Energie braucht man aber auch bei der Joghurtbereitung mit dem stromlosen zum Erhitzen des Wassers)

heißes Wasser

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The One with the Chocolate Recipe

Also, einige von euch wissen ja um meine große Leidenschaft…. Schokolade – seufz! An meinen besten Tagen kann ich gleich eine ganze Tafel auf einmal verschlingen (und leider meine ich nicht unbedingt die 100 g-Tafeln). Um dieser Sucht nun etwas Einhalt zu gebieten, habe ich mir vor einiger Zeit überlegt, nur noch selbstgemachte Schokolade zu verzehren – wobei ich skeptisch war, ob mir etwas Leckeres gelingen würde. Dabei bin ich auf ein ziemlich simples Rezept gestoßen,  mit dem ich nicht nur mich, sondern auch schon andere beglücken konnte. Da schon einige das Rezept wollten, folgt es nun endlich mit Fotos.

Einfaches Schokoladen-Rezept:

200g Kokosfett (Ceres oder wenn’s bio sein soll Rapunzel)
200g Staubzucker
100g Kakaopulver (z.B.: Bensdorp)
1-2 Tl Vanillepulver (geht auch 1 Packerl Vanillezucker, wird mir dann aber zu süß)

Schritt 1:
Schmelze das Kokosfett im warmen Wasserbad.

Schritt 2:

Rühre mit viel Liebe den Staubzucker löffelweise unter – immer darauf achten, dass sich auch alle Klumpen schön auflösen!

.

Schritt 3:

Füge das Vanillepulver hinzu – rühre weiter…

Schritt 4:

Langsam, löffelweise das Kakaopulver unter rühren, auch hier darauf achten, dass sich alles gut auflöst und vermengt.

Schritt 5:

Langsam und beständig weiter rühren – spätestens nun erfüllt die Küche ein herrlicher Duft nach heißer Schokolade – denke daran die Schüssel weiter im warmen Wasserbad zu lassen. Rühre mindestens 15 Minuten (Stöhn! Tipp: Helfen lassen, auch gerne von den kleinen Gourmets – Noah liebt es Schoko zu machen!)

Schritt 6:

Das Rühren hat ein Ende – die Schokomasse kann nun in die vorbereiteten Formen gegossen werden – bei mir war es das erste Mal eine flache Ikea-Tupperware, in  die ich die Masse ca. 1 cm hoch hinein gefüllt habe, nun habe ich eine Form für Schokotafeln – für unten gezeigte Variante habe ich das Innenleben eines Schokoadventkalenders verwendet.

Ab in das Gefrierfach – ca. 30 Minuten warten! Derweil die Schüssel ausschlecken – mmmmmh!

Schritt 7:

Aus der Form lösen – nach Bedarf in kleine Würfel schneiden und für den absoluten Luxus mit essbarem Goldpulver bestreuen.

Abgesehen davon, dass man eine gewisse Ausdauern beim Rühren an den Tag legen muss, ein wahrlich einfaches Rezept. Ich bewahre meine Schokolade in Alufolie im Kühlschrank auf, da sie sonst leicht ins Schwitzen gerät (na ja, soviel Kokosfett und keine Stabilisatoren).

Also bitte probiert es aus und genießt die Glückshormone!

Würde mich über Rückmeldungen freuen!!!

Eure Elisa

DIY: Unser täglich Brot

Noch ist es nicht täglich, aber immer öfter gelingt mir ein leckeres selbst gebackenes Brot. Brot zu backen hat mich schon immer fasziniert und einige Jahre lange habe ich auch eine Brotbackmaschine und Fertigbackmischungen verwendet. Auch da war es schon ein Genuss am Sonntag in der Früh in eine herrlich duftendes, knuspriges, noch warmes Brot zu beißen. Irgendwann hab ich die Maschine dann verschenkt.

Nun sind die eigenen Hände am Werken, zugegeben – es ist schon aufwändiger als mit der Maschine, aber es macht auch mehr Spass. Noah liebt es beim Backen zu „helfen“  -meist sind seine Brote auch viel kreativer .. mit Bananenstückchen oder auch mit Flocken drin, manchmal sind sie aber auch nur kreativ und nicht essbar…

Damit auch ihr euch ein leckeres Brot backen könnt, teile ich heute mit euch ein Rezept, das ich von einer lieben Freundin bekommen habe.

Also:

Man nehme:

600g Mehl
20g Hefe
400ml handwarmes Wasser
1 EL Olivenöl
1 EL Salz

Vermische das Mehl mit dem Salz.
Gib das Öl ins Wasser.
Löse die mit der Hand zerbröckelte Hefe in einem kleinen Teil des Öl-Wasser-Gemischs auf, bis eine geschmeidige Paste entsteht.
Gib die Paste in die Mitte des Mehls in eine Mulde.
Lass das Ganze ca. 5 Minuten reagieren und arbeite dann das  Mehl von aussen in die Hefepaste ein, dabei füge immer wieder etwas vom restlichen Wasser hinzu, bis du alles zu einem mehr oder weniger geschmeidigen Teig verarbeitet hast.
Nun knete den Teig auf einer mit Mehl bestaubten Fläche ca. 10 Minuten, bis er schön elastisch ist.
Dann darf er in einer mit Geschirrtuch bedeckten Schüssel ca. 1 1/2-2 Stunden an einem warmen Ort ruhen.
Brotleib formen auf ein mit Mehl bestaubtes Backblech legen, zudecken.
Noch einmal ca. 45 Minuten ruhen lassen, Rohr auf 200 Grad vorheizen.
Brotlaib mit einem Messer kreuzförmig ritzen, eventuell mit Wasser bestreichen.
Ab ins Rohr und ca. 40 Minuten backen.

Ob das Brot wirklich gut durch gebacken ist, erkennst Du daran, dass es beim Draufklopfen hohl klingt.

Auskühlen lassen und aufessen! 🙂

Guten Appetit!

Wer mehr zum Thema Brot backen wissen möchte, empfehle ich dieses Buch: „Brot backen von Eric Treuillé und Ursula Ferrigno“ Das Buch hat mir mein Schatz in einem total netten Laden in der Schleifmühlgasse besorgt, nachdem ich mehrere missglückte Backversuche hinter mir hatte und schon aufgeben wollte (wer isst schon gerne Brot, das nach Alkohol riecht?… ich nicht…). Jetzt klappt’s!

Noahs Lieblingsvideo zum Thema Brotbacken findet ihr übrigens hier -da wird auch erklärt, warum man das Brot ritzen soll 🙂

Alles Liebe,

eure Elisa

P.S.: Der nette Laden heißt Babette’s Spice and Books for Cooks

Der Löwe mit dem Menschengesicht

Heute früh beim Durchstöbern alter Fotos, wobei mir Noah sehr behiflich war, entdeckte ich in einem alten Notizblock mit Notizen zu meiner Diplomarbeit diese Kurzgeschichte. Ich erinnerte mich, dass mir während meiner Recherchen zum Thema „Paradieslandschaft im frühen 17. Jahrhundert“ immer wieder aufgefallen war, wie menschlich die Gesichtszüge mancher Tiere in diesen Landschaften aussahen, vor allem die Löwen schienen besonders menschliche Augen zu haben. Diese Entdeckung regte mich schließlich zu dieser Erzählung eines alten, gefangenen Löwen an. Vom Stil her hatte ich wohl Märchen von Oscar Wilde in Erinnerung.

Der Löwe mit dem Menschengesicht

Der Löwe mit dem Menschengesicht ging Stunde um Stunde im Kreis. Er zog seine Bahnen im Käfig wie ein Planet um einen Stern, ohne Ziel scheinbar konstant bis in alle Ewigkeit, immer wieder am Ausgangspunkt seiner Reise ankommend. Hin und wieder hob er den Kopf, blickte verächtlich und widerwillig auf die glotzende Menge, die auf sein Brüllen wartete – und ab und zu, wenn es ihm am effektvollsten schien, öffnete er sein großes Maul mit den noch immer sehr scharfen Zähnen und ließ das gaffende Volk seine durchdringende, tiefe Stimme hören, deren Klang sie beeindruckte, deren Sprache sie aber nicht verstanden.

Die komplette Geschichte kannst du hier herunterladen: Der Löwe mit dem Menschengesicht

Sie ist vielleicht ein wenig traurig ausgefallen, ich wünsche euch aber trotzdem viel Spass beim Lesen!

Eure Elisa